01.06.2014

BND will künftig arbeiten wie NSA

Dazu muss er technisch aufrüsten und unbegründete Echtzeit-Ausspäh- und Datensammel-Rechte haben. Er will die sozialen Netzwerke abbilden und von allem, was da kommuniziert wird, quasi eine Blindkopie haben.

Er braucht Software, um Zielpersonen biometrisch identifizieren zu können und Software, um eigene Agenten aber biometrisch verfremden zu können.
Wozu das alles?

Weil es alle machen, um die heimische sowie weltweite politische und wirtschaftliche Situation einschätzen zu können und zum Vorteil für das Land darauf reagieren zu können. Der BND beliefert mit seinen Analysen täglich das Kanzleramt und bei angemeldetem Bedarf auch eine Reihe anderer Stellen.


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Mein Kommentar dazu:


Dass der BND das braucht, wenn weltweit alles so läuft, sehe ich ein. Ich wüsste nicht, wieso NSA oder Google mehr von mir analysieren können sollten, als der BND. Der BND soll ja letztlich in meinem Sinne sammeln und auswerten.

Ich hoffe dabei auf möglichst wenige Spinner im Dienst und möglichst wenige böse Absichten der Analyseverwerter.

Dass die Welt so tickt, birgt allerdings gewaltige Gefahren. Langfristig gesehen, kann damit Big Brother spielen, wer Böses will. Mittelfristig sehe ich modernere Manipulationen und Gleichschaltungsentwicklungen. Wie kurz die Frist ist, in der das Machthaber nur dazu nutzen, dass sie fundiertere Entscheidungen treffen und Pläne schmieden können, ist für mich fraglich.

Nachtrag 05.06.2014:
Schöner wäre es selbstverständlich, wenn absolut niemand auf der Welt Verbindungsdaten und Kommunikationsinhalte speichern dürfte und auch nicht speichern würde. Wenn man aber Spionage-Behörden unterhält, muss man sich wohl nicht wundern, wenn tatsächlich spioniert wird.

Vor einiger Zeit regte man sich auf, dass ein Postunternehmen Daten zum Briefversand gespeichert hatte. Da war gespeichert worden, wer wann einen Brief an wen geschickt hatte. - Die Verfolgung von Online-Verbindungsdaten ist noch viel umfangreicher. Und wenn auch noch die Inhalte mitgelesen werden, dann kommt das Wanzen in sämtlichen Wohnbereichen und auf jedem Schritt und Triit der Leute gleich; denn ein Großteil der Kontakte und Kommunikation findet mittlerweile online und mobil statt.

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